wem die Stunde noch nicht geschlagen hat

wem die stunde zu langsam schlägt




wem die stunde zu langsam schlägt
dem fließt der sand nicht durch die finger
sondern verschlammt unter den füßen
im alltagsstaub graugefärbt


wem die stunde noch nicht geschlagen hat
dem bleibt der sand in der hand unzerronnen
dem blüht der regenbogen noch bunter in jedem alltag
dem sind die glücksmomente des lebens geschenkt
unverhofft immer wieder aufs neue




© edgar helmut neumann
erste fassung 1966 (oder 1967)
zu einer ausstellung 2005 gekürzt und neu bearbeitet