Journalistischer Text

Aus em Staia Dorfschreiwer seinem Notizbuch: Gedanken über ein Gespräch mit Johann Klein

Das ist der erste Interview-Termin des Dorfschreibers, abgesehen vom Gespräch mit dem Ortsvorsteher zu dessen Geburtstag. Diesmal ist es der älteste Bürger Felsbergs, den ich erzählen lassen will.
Etwas aufgelöst angekommen, bin ich froh, dass ich gleich eine Tasse Kaffee vor mir stehen habe. Die Tochter meines Interviewpartners ist so freundlich gewesen, sie hat sich meines Besuchs wegen eigens Zeit genommen.
Dann muss ich formulieren, warum ich da sitze. Ich versuche mich selbst einzugrenzen, klar und knapp will ich zu verstehen geben, dass vor allem anderen zwei Dinge mich interessieren: der erste Fotograf im Dorf und der einst so fortschrittliche Landwirt. Ein wenig natürlich auch die Lebensgeschichte dieses stolzen Gegenübers. Ich spreche mit dem "Minister".
Unter anderem über die technische Ausstattung des Fotografen damals. Blitzlichtkolben, daran kann ich mich noch erinnern. Birnchen, die fast explodierten, bevor sie Finger verbrennen konnten, wenn man sie wegwerfen wollte. Blitzlichtähnliche Aufhellungen durch eine Pulverflamme, das kenn ich nur vom Hörensagen. So etwas gab es davor. Und damit hat Johann Klein gearbeitet. Nach den Kolben kamen die Blitzlichtwürfel, parallel dazu die Elektronenblitze. Ich kann ein Lied davon singen, aber eben nur, wie rasant die Entwicklung ab den sechziger Jahren gewesen ist…
Dann ist die Rede davon, wie Dunkelkammerarbeit ohne Vergrößerungsgerät möglich sei. Klar, keine Frage, da die Papierbilder seinerzeit in der Regel gleiches Format hatten wie die Negative. Also formulierte ich Fragen, die gar nicht gestellt werden brauchten. Der Journalist hätte sich mal besser vorbereiten sollen, aber es ist auch interessant, ganz vorbehaltlos und völlig unvorbereitet in ein Gespräch zu gehen.
Der Staia Dorfschreiwer hatte den Ortsvorsteher gebeten, man möge gemeinsam den "Minister" besuchen. Johann Klein, der im Dorf eher der "Schreinersteffens Johann" genannt wird, war mir nicht unbekannt. Nun, ein alter Mann, der mit fast 94 Jahren aber immer noch viel erzählen kann. Die Unterhaltung mit ihm hat natürlich ihre Tücken. Der Dorfschreiber will heute nichts erfahren über den Krieg und die Gefangenschaft in Russland. Johann Klein gehörte zu jenen, die spät heimkamen, erst 1949 konnte er wieder Tritt fassen, dort wo er aufgewachsen war. Und Russland hat sich ihm besonders stark eingeprägt.
Mich interessiert diese Episode wenig, jedenfalls nicht an diesem Tag. Vielleicht bei anderer Gelegenheit. Diesmal interessiere ich mich für den Mann, der gemeinsam mit Matthias Gladel (auch jemand, den ich als Kind noch kennen lernen durfte) der erste Fotograf in Felsberg war, und das eben schon in den zwanziger Jahren. Dieser Wewermatzen Hanse sei Matthias, der Schwiegervater von Alfons Fournier, der hätte mir bestimmt auch vieles zu erzählen gehabt. Nun wird mir seine Tochter Agnes vielleicht noch etwas von ihm erzählen können. Diese Berichte aus zweiter und dritter Hand sind dann künftig der Stoff, aus dem die Erzählungen des Dorfschreibers gebastelt werden müssen.
Während des Gesprächs mit Johann Klein über sein Hobby Fotografieren stellt sich heraus, dass ihm wohl verwandtschaftliche Bande sehr geholfen haben. Die Selliers hatten in Saarlouis eine Drogerie und dazu gehörte auch eine Abteilung Foto und Zubehör. Demnach ist nun alles gar nicht so spektakulär wie ich vorher annahm, als ich dieses Thema besonders im Blick hatte.
Aber trotzdem bleibt festzuhalten, dass dieser Mann vieles anders gemacht hat als die übrigen im Dorf. Ihn hat in jungen Jahren eben stark interessiert, was in der Felsberger Gemarkung alles Besondere anzutreffen war, das er dann fotografierte. Schade, dass der Dorfschreiber nicht früher ins Dorf zurückgekehrt ist, um Johann Klein (wie auch andere) besser kennen zu lernen. Es wäre bestimmt interessant gewesen, ihn in seinen Bilderkisten kramen zu lassen, dabei die Geschichte dieser Bilder anzuhören und dann mit dem einstigen Hobby-Fotografen den Spuren in der Gemarkung, im Ort, in der Bevölkerung nachzugehen. Es wäre bestimmt ein ganz besonders interessantes Feature geworden, wäre es noch möglich gewesen, und hätte wunderbar das Ortsjubiläum bereichern können.
Jetzt ist es leider nicht mehr so möglich wie man sich das hätte denken können, leider unverrückbar nur noch ein unerfüllbarer Wunschgedanke. Das sind eben die verpassten Chancen im Leben, die endgültig vergangen bleiben, wenn sie nicht ergriffen wurden. Wehmütig muss ich dieses Kapitel also kleiner schreiben als ich es mir vorgestellt habe. Bedauern wächst, wenn ich an die Distanz denke, die mein Beruf mir zur Heimat auferlegt hatte, weil ich fast immer verhindert gewesen bin, wenn es hier einen besonderen Anlass gegeben hat.

Aber zurück zu meinem Interview: Nun, warum ist das der "Minister?" Ich muss beim Ortsvorsteher später nachfragen, um es erklären zu können. Von diesem werde ich aber hören, dass ich mich innerhalb der Familie besser kundig machen könne. So ist es nicht nur im Dorf. Einen Namen, den man verpasst bekam, behält man sein Leben lang. Anders steht es um die Familienzugehörigkeit, die ausgedrückt wird, wenn man vom Werauchimmer spricht. Das ist im ländlichen Raum ausgeprägt, in der Stadt kennt man so etwas längst nicht mehr. Da war der Schreiner Steffen und Johann Kleins Bruder Hermann war dann noch in die Fußspuren des Vaters getreten.

Mit dieser Familie verbindet mich ja einiges. Agnes Hoen, die Schwester meines Gesprächspartners, bei der wir mal zur Miete wohnten, hatte mich als Buben gelegentlich mitgehen lassen, wenn sie in den Kirchenweg ging, um mit der Schwägerin hier etwas zu erledigen oder beim Bruder drüben auf der anderen Straßenseite was zu bereden.
Das dort war Matthias Klein, der Dorfmetzger. Der Mann, der meinen Fifi in meinem Beisein erschießen musste, den ich tot dann im Sack nach Hause trug, um ihn zu beerdigen, weil er in Unterfelsberg in ein Auto gelaufen war. Fifi, unserem Hausspitz, war meine Schwester seinerzeit auf die Straße nachgelaufen, so dass sie dabei durch ein Auto getötet wurde. Ich muss solche Erinnerungen schnell beiseite schieben. Sigrid wäre dieser Tage 51 Jahre alt geworden, und da berührt mich etwas schmerzlich, dass es das Kindergrab neben dem Friedhofseingang im Schatten "meines" Baumes, der altehrwürdigen Friedhofslinde, nicht mehr gibt. Ich lass es noch eine Sekunde zu, mich darüber zu wundern, dass ich bei meiner journalistischen Arbeit solche Probleme nicht kannte: mich zur Räson rufen zu müssen, um mich auf meine Gegenüber zu konzentrieren. Jetzt schweifen meine Gedanken immer öfter ab, wenn ich hier zuhause mit einem oder einer rede…

Felsberger Familiengeschichten, das wäre ein umfangreiches Thema. Nun, ein andermal. Nein, bald! Denn lange kann es möglicherweise kein anderes Mal mehr geben. Ich, der Dorfschreiber, ich habe keine Zeit mehr zu verlieren. Die Zeitzeugen, die ich befragen will, die stehen mir nur noch in kleiner Zahl nur mehr begrenzte Zeit zur Verfügung. Nicht mehr so lange wie ich vielleicht bräuchte, um mich ausreichend in die Aufgabe hineinzufinden. Ich spür den Druck, den ich mir auferlegt habe. Mein Nachbar will mir schon seit vielen Wochen etwas über ein im Garten vergrabenes Kreuz erzählen. Alois Hoffmann muss ich schnellstens befragen, wenn ich von ihm erfahren will, wie es damals dazu kam, dass die Teufelsburgausgrabungen auf seine Initiative hin begannen. Den Schütze Nicklas vom Kalkwerk muss ich recht bald besuchen, wenn ich authentisch berichtet haben möchte, was dieses Werk für Felsberg bedeutete. Sein Bruder Johann steht mir nun leider nicht mehr als Gesprächspartner zur Verfügung. Aber der Dorfschreiber ist ja nicht nur im Dorf aktiv. Wo setzt man da nun seine Prioritäten?
Johann Kleins Frau Anna, Jahrgang 1914, drei Jahre jünger als er, wird mir hoffentlich nochmals ausführlicher berichten, was ich so alles wissen will. Da gibt es ja sehr viel zu sagen, was die eigene Familiengeschichte der Frau anbelangt, eine Geschichte, die Dorfgeschichte ist, aber auch die Bindungen über die Kirchturmschatten hinaus deutlich erkennbar macht. Diese Unternehmertochter, die von Steinbrucharbeiten ganze Romane erzählen könnte.
Heute interessieren mich die Geschichten des Johann Klein, der immer noch Bauernvereinsvorsitzender ist, es wohl vor einem halben Jahrhundert wurde, als es im Dorf noch achtzig Landwirte gegeben hat, wann genau kann er gar nicht mehr sagen. Dieser ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende und Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank, der durch seine Tochter dem Geldinstitut verbunden blieb, und in gewissem Maß wohl auch noch Anteil nimmt an der für Felsberg so bedeutsamen Entwicklung, über die zur Zeit niemand so recht genaues sagen kann. Ja diese Vereinsbankgeschichte, dieser Dorfzentrumstraum…

Ich würde den alten Mann ja gern zu dem Thema um seine Meinung bitten, weiß nicht, ob er beurteilen kann, wie die Situation ausschaut. Ich nehme aber Rücksicht auf die Bankposition der Tochter und stelle keine Fragen zu dem Thema. Als Journalist weiß ich außerdem, dass man ein Thema vorzeitig tot recherchieren kann. Und ich möchte mich als Dorfschreiber gerne noch unbedarft äußern können, spätestens vielleicht bei der Kirmes, mal sehen….

Ja ich will manches wissen, der Dorfschreiber will ja vieles festhalten im Interesse späterer Generationen. Aber wie ist das heute mit den jungen Menschen? Interessieren sie sich denn nicht für solche Lebensläufe? Der Dorfschreiber, muss während der Unterhaltung behutsam bleiben, darf nicht verschrecken mit seiner Neugier. Dabei schweifen seine Gedanken dauernd ab. Ihm kommt so allerlei in den Sinn. Er selbst träumt ja von einer Schreibwerkstatt und einem Erzählcafé, in dem eine solche Unterhaltung wie an diesem Vormittag von lokalhistorischer Bedeutung wäre, aber vor allem gemeinschafts-bezogen. Ein zeitaufwendiges Unterfangen, ein arbeitsintensives Konzept, eine wunderbare Idee (die ich als Journalist woanders begeistert kennen lernte), da ist immer persönlicher Ehrgeiz gepaart mit öffentlichem Interesse. Bei mir ja auch, geb' ich gerne zu.

Und vor allem, wie geh ich mit anderer Leute Erwartungen um, die gerne Dorfchronistenarbeit geleistet sehen? Ich möchte lieber literarisch arbeiten. Lebensgeschichte(n) porträtieren, nicht katalogisieren, eingeordnet in Ziffernreihen, die Jahresfolgen nummerieren. So wie jetzt im aufblühenden Miteinander in dieser Gesprächsrunde. Journalistisch abgefragt werden muss natürlich, um die diversen Daten zur Lebensgeschichte der Leute später noch hinzufügen zu können. Die sämtlichen Ehrenämter dürfen nicht vergessen werden. Hier beispielsweise Jagdvorstand und Milchlieferungsgenossenschaft und alles was einen solchen Lebenslauf ausfüllt.

Sicherlich, es wird eine Menge Protokollarbeit geben, im Laufe der Zeit; da ist eben aufzuzeichnen, was gerade passiert. Ein Dorfschreiber kann nicht darüber hinweg stolzieren. Vieles gehört einfach in sein Notizbuch. Dabei muss er auch registrieren, wie ein alter Mensch sich innerhalb weniger Monate, die er miterlebt hat, verändert.
Beim Seniorennachmittag vor mehr als einem halben Jahr hat Johann Klein zusammen mit Johann Schütz (an den nun nur noch die Erinnerung bleibt) und Ferdinand Rupp und dem Ortsvorsteher, Klaus Schwarz, sowie dessen Vorgänger (der sein Nachfolger war) , Leo Robert, der heute dem Ortsring der Vereine vorsteht, über vergangene Zeiten gesprochen, als wären sie gestern erst zu Ende gegangen. Ich lauschte ganz gebannt. Doch dann sprach ich mit dem Überherrner Bürgermeister und dem Ortspfarrer über Archivarbeit in der Gemeinde, und das Abspeichern dieser Unterhaltung hat leider alles überlagert, was ich vorher aufgenommen hab.

Zurück zum Interview mit dem "Minister": Da verändern sich die Gesprächsanteile gewaltig. Sein Erinnerungsvermögen hat eben doch arg nachgelassen. Die Zusammenhänge werden erst deutlich durch die Ergänzungen, die seine Frau und die Tochter Christel machen oder durch diejenigen, die der Ortsvorsteher aus seinem sieben Jahrzehnte alten Leben beitragen kann.
Johann Klein betrieb keine große Landwirtschaft, war im Dorf aber einer der innovativsten Bauern. Er besaß den ersten Lanz Bulldog, die erste Dreschmaschine, später einen der ersten Mähdrescher im Dorf. Ja, da wäre eine Menge zu sagen über landwirtschaftliche Entwicklungen. Wie nach und nach Maschinenarbeit Handarbeiten ersetzt hat, wie Flurbereinigung für Erleichterungen sorgte, aber auch den Niedergang der kleinen landwirtschaftlichen Betriebe einläutete.
Während die Rede vom Dreschplatz in Unterfelsberg ist, man auf die Maschinenhalle bei der Bahnhofsstraße zu sprechen kommt, erinnere ich mich plötzlich des besonders kalten Winters 1954 oder 1955, als wir im Siebenmorgenweg schleimerten und ich mir meine Frostbeulen holte, weil ich nasskalte Füße bekam.
Der Bauernvereinsvorsitzende sollte mir deshalb, weil meine Gedanken abschweiften, bald noch einmal als Gesprächspartner zur Verfügung stehen, überleg ich an diesem Tag des Interviews, das beinahe geplatzt wäre, weil ich wegen eines Zahnarzttermins in Ottweiler und einem Baustellenstau auf der Autobahn stecken blieb. Wenn man dermaßen genervt in ein Interview geht, hat man nur halboffene Ohren und eher geschlossene Augen, abgesehen von der geschwollenen Lippe. Dorfschreiber, du wirst zu persönlich, was wird das den späteren Leser interessieren?
Doch, die eigenen Gedanken bei diesem Gespräch (wie wahrscheinlich auch bei anderen) verorten mich nicht nur in den erzählten Geschichten sondern auch im Dorf.

Der Hinweis auf die Kartons voller Bilder hatte die Bedeutung von Erinnerungen unterstrichen. Für Anna Klein ist es damit verbunden, wie in der Zeit, als man nach Thüringen evakuiert war, der Blick geweitet wurde durch neue Erfahrungen. Das führte dann dazu, dass man von dort "Säbel" mitbrachte, Werkzeuge, die hier unbekannt waren und die nachher bei der Feldarbeit halfen, Garben leichter binden zu können. Es entwickelt sich nun ein Gespräch über Sichel und Sensen und Zubehör. Klaus Schwarz macht mit seinen Nachfragen deutlich, dass das ihm bereits verblassende Erinnerung ist. Die heutige Generation weiß nichts mehr. Und Leo Roberts Staia Museumsabsichten kommen mir in den Sinn. Mir stellt sich die Frage, wie so etwas Sinn machen kann, wenn bald niemand mehr weiß, was mit was gemacht worden ist… Da wird didaktisch eine Menge Arbeit zu leisten sein.

Der Mann, der einst als Bub aus der Stadt ins Dorf gekommen war und hier bis zur Volljährigkeit aufwuchs, versucht sich seine eigenen Bilder in den Kopf zu holen. Als kleiner Bub hatte ich ja viele Jahre bei der Feldarbeit zugeschaut, weil der Jole Paul, der frühere Felsberger Bürgermeister, Paul Gladel, der Onkel des jetzigen Ortsvorstehers, unser Nachbar, als wir auf der Unnerstai zur Miete wohnten, mich mitgenommen hatte…Meine Erinnerungen sind leider nur mehr schemenhaft, stell ich resignierend fest. Ich werde sie mir nach und nach zurückerobern müssen.

Zurück zu meinem Gesprächspartner Johann Klein. Wir reden miteinander darüber, wie das bei der Feldarbeit vorm Krieg war, was sich nach dem Krieg entwickelte. Wir gehen nicht der Frage nach, warum es heute nicht mehr gibt, was es damals gab. Die Veränderungen in der Gemeinde werden ein gesondertes Anliegen sein, dem der Dorfschreiber noch nachgeht. Ich nehme es mir ganz besonders fest vor.
Wir reden aber kurz darüber, ob es junge Menschen interessieren würde, zu hören, wie die Urgroßeltern und Großeltern, die Eltern sich begnügen mussten. Wir erinnern uns gemeinsam der Zeit, als vor jedem Haus noch Bänke standen, auf denen man nach Feierabend saß, um mit den Vorbeigehenden zu sprochen.
Ja, der Dorfschreiber muss dringend "Sprochonnericht" nehmen: Er wurde grad erst korrigiert, dass da zwischen Bulldog und Dreschmaschine nicht etwa ein Band sondern der Riemen riss…Eine Kleinigkeit, über die ich nicht einfach hinwegstolpern will.
Freundchen reiß dich jo am Riemen, kommt mir sofort in den Sinn, wie oft hat der kleine Bub das gehört. Dieser kleine Bub ist immer noch dabei, wird immer dabei sein, wird nie der Vergangenheit angehören… Mir wird es bewusst, als wir über Milchwirtschaft reden, das Einsammeln der Milch, die Milchsammelstellen im Dorf, die Versorgung der Nichtbauern in der jeweiligen Nachbarschaft der Bauern. Meine eigenen Milchkannen-Erlebnisse sind eine Geschichte für sich. Die Geschichte vom Schreinersteffens Johann ist an dieser Stelle auch noch nicht zu Ende, nur abgebrochen. Sie wird einen zweiten Teil bekommen. Ergänzt durch die Geschichte der Staia Bauern, ergänzt durch die Geschichten vom Steinebrechen, die mir Anna Klein erzählen wird, so hoffe ich. Ich hab mir so viel vorgenommen…