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Abdul Razzak Al-Samman ist syrischer Künstler aus Damaskus. Der 65 Jahre alte Universitätsprofessor, der jetzt als Flüchtling in Homburg (Saar) lebt, begann sein Kunststudium in seiner Heimatstadt und setzte es an der École Supérieure Nationale des Beaux Arts in Paris fort. Er wurde nach dem dort erworbenen Diplom an die Faculté des Beaux Arts an der Universität in Damaskus berufen, wo er zeitweise auch stellvertretender Dekan war. Al-Samman ist unter anderem Mitglied der Internationalen Vereinigung der „Art Plastique“ (AIAP) bei der UNESCO in Paris. Er hatte mehrere internationale wissenschaftliche Aufträge sowohl in seinem Heimatland als auch in Frankreich, unter anderem an der Sorbonne. Über viele seiner praktischen wie theoretischen Studien hat er mehrfach publiziert, beispielsweise über die abstrakte islamische Kunst.

Abdul Razzak Al-Samman, der zahlreiche internationale Preise erhalten hat, kann auf eine lange Reihe renommierter Ausstellungen verweisen. Bei der Weltausstellung in Neapel wurde ihm mit einer Ehrenurkunde der Europäischen Union auch die Auszeichnung der Stadt Strasbourg verliehen.

In seiner Vita erwähnt er unter anderem auch Ausstellungen mit weltberühmten Malern wie dem Franzosen Carzou (der aus Syrien stammt), dem italienischen Skulpteur Adami, Albert Feraud sowie den Malern Paul Charlot und Chapelain Midy.

Egidio Innocenti, ein bekannter italienischer Kunstkritiker, hat einmal geschrieben: „…Al-Samman ist für uns ein Meister im Bezug auf die Technik der Ölpastellmalerei. Er setzt diese Farben harmonisch ein. Sie wirken wie die musikalischen Farben des Regenbogens in sehr feinen künstlerischen Formen. Er malt so wie ein Musiker seine Musik komponiert...“ Jacques Yankel von der École Supérieure Nationale des Beaux Arts in Paris schrieb: „…Weit davon entfernt, in dem Stil gefangen zu sein, den er für sich entdeckte, sucht der Künstler nach neuen Wegen…So wird er seinem Land Syrien Ehre machen…“

Edgar Helmut Neumann aus Saarbrücken, Jahrgang 1947, hätte nach den Intentionen seines Kunsterziehers sich intensiven Studien widmen sollen. Stattdessen arbeitete er mehr als dreißig Jahre als Journalist. Erst nach seiner Frühverrentung griff er wieder zu Stiften und Pinseln, um sich auf ganz unterschiedliche Weise „Farb- und Wortklängen“ zuzuwenden. Er selbst bezeichnet sich trotz des Besuchs vieler Seminare bei renommierten Künstlern wie Prof. Wolf Wrisch und Workshops wie bei Oskar Koller als Autodidakt. „Da er auch als Schriftsteller arbeitet, sucht er des öfteren nach Verbindungen zwischen Text und Bild, wobei er seine starken Farben sehr kontrastreich in Bildern und Worten klingen lässt.“ (so Benno Breyer in seiner Laudatio 2009).

Mit Abdul Razzak Al-Samman traf Neumann vor einem halben Jahr in einer Gruppe zusammen („Künstler unterstützen Künstler“, die Michael Wolff initiiert hat.). Martin Fries hat beiden sofort die Möglichkeit einer gemeinsamen Ausstellung eingeräumt. Die Bilder der beiden Künstler sind ab 2. Mai einen Monat lang während der Öffnungszeiten zu sehen.